MA10 - Updates in Thymoma

Abstract titles and summaries were obtained from the WCLC website; abstracts were translated, edited, and summarized in German.

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MA10.03 - Is Thoracoscopic Thymectomy Safe and Oncologically Sound in Large Thymic Tumors?

Thorakoskopische Thymektomien bei Thymomen von weniger als 8 cm unter Einhaltung solider onkologischer Prinzipien sicher durchführbar

George Karimundackal, Sabita Jiwnani, Devayani Niyogi, et al.

Abstract Link

 

Die thorakoskopische Thymektomie wird laut den Studienautoren zunehmend bei Myasthenia gravis ohne Thymom und bei kleineren Thymustumoren bevorzugt. Bei großen Thymustumoren ist allerdings die Sicherheit und Durchführbarkeit nicht bekannt.

Die Studienautoren machten eine retrospektive Analyse einer prospektiv geführten Datenbank von Operationen, die aufgrund von Thymuspathologien in einer thoraxchirurgischen Abteilung eines Referenzkrebszentrums durchgeführt wurden. Es wurden thorakoskopische Thymektomien (videogestützt (VATS) und robotergestützt (RATS)(FU 1 Jahr ) in die Studie aufgenommen. Keinen Einschluss fanden Thymoidektomien, die im Rahmen von Nicht-Thymusoperationen durchgeführt wurden, Minimalzugangschirurgie, die in offene Chirurgie umgewandelt wurde, und diagnostische Biopsien.

Behandlungsergebnisse:

Es wurden insgesamt 227 Thymektomien durchgeführt, von denen 34,4 % (n=78) thorakoskopisch durchgeführt wurden, mit einer Konversionsrate von 4,8 % (n=4).

Das Durchschnittsalter der Population lag bei 49,7 Jahren mit nahezu gleicher Geschlechterverteilung (M:F-41:37).

  • 2/3 der Eingriffe waren VATS (n=52) und 30% (n=24) waren RATS.
  • Die mittlere Operationszeit betrug 167 Minuten mit einem mittleren Blutverlust von 165 ml.
  • Die mediane Zeit bis zur Entfernung der ICDs betrug 3 Tage
  • die mediane Zeit bis zur Entlassung 4 Tage.
  • Schwere Komplikationen (CD≥III) wurden nur bei 5,2 % (N=4) festgestellt.
  • Die postoperative 30-Tage-Mortalität war gleich null.
  • 80 % der Tumoren waren ≥5 cm groß mit einer mittleren Größe von 6,6 cm (Spanne: 2,5-17,8 cm).

Das Thymom AB war die häufigste Histologie (n=23).

  • Bei 87,3 % der Patienten wurde eine Resektion mit negativem Rand erzielt,
  • alle Resektionen mit positivem Rand betrafen Tumoren von mehr als 5 cm.
  • Eine intraoperative Kapselruptur gab es ausschließlich bei Tumoren ≥8 cm.
  • Die ROC-Analyse ergab, dass eine Cut-off-Tumorgröße von 6,4 cm die postoperative Randpositivität mit einer Sensitivität von 80 % vorhersagt (AUC- 0,67).
  • Nach 1 Jahr war die gesamte Kohorte noch am Leben, Rezidivrate 10,2 % (n=8).
  • Bei neuroendokrinen Karzinomen waren 66 % der Ränder positiv und 100 % der Rezidive innerhalb von 1 Jahr.

Thorakoskopische Thymektomien können unter Einhaltung solider onkologischer Prinzipien bei Thymomen von weniger als 8 cm laut den Studienautoren sicher durchgeführt werden. Sie empfehlen allerdings die thorakoskopische Resektion von hochgradigen Thymomen mit äußerster Vorsicht durchzuführen.

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MA10.04 - Long-term Follow-up Study of Thymic Epithelial Tumors. Report of the Updated Nation-wide Database in Japan

Tumorgröße unabhängiger prognostischer Faktor

Ichiro Yoshino, Yasushi Shintani, Ryoichi Nakanishi, et al.
 

Abstract Link

 

Die International Thymic Malignancy Interest Group (ITMIG) und die IASLC haben laut den Studienautoren in den 2010er Jahren ein globales Datenbankprojekt gestartet und schließlich eine groß angelegte Datenbank mit mehr als 10.000 Patienten eingerichtet. Das vom IASLC Staging and prognostic factor Committee Thymic domain (SPFC-TD) vorgeschlagene TNM-basierte Staging-System wurde 2016 von der UICC in Version 8 genehmigt. Die Japanese Association for Research of the Thymus (JART) richtete 2013 eine landesweite japanische Datenbank mit etwa 3000 Fällen ein und trug zum IASLC-Staging-Projekt bei. Derzeit läuft ein Projekt zur Aktualisierung der früheren Datenbank von IASLS SPFC-TD für UICC TNM Version 9, und JART hat die frühere Datenbank ebenfalls aktualisiert. Die Autoren haben die klinischen Merkmale und das Langzeitergebnis anhand der aktualisierten Datenbank überprüft.

Das JART-Büro befragte die Direktoren der 34 Institute, die sich an der vorherigen Datenbank beteiligten, und die endgültigen Ergebnisse wurden 2021 aktualisiert.

Die aktualisierte JART-Datenbank enthielt 2872 Patienten, die zwischen 1991 und 2010 operiert wurden.

  • Alle Patienten hatten eine pathologische Diagnose nach WHO-Klassifikation. Es handelte sich um 2492 Thymome (WHO Typ A: 208, Typ AB: 705, Typ B1: 598, Typ B2 653, Typ B3 328), 314 Thymuskarzinome (TC) und 66 neuroendokrine Karzinome (NEC).
  • 1362 Patienten waren männlich und 1510 Patienten waren weiblich. Das Alter reichte von 13 bis 88 Jahren, der Durchschnitt lag bei 56,9 Jahren.
  • Die Anzahl der Patienten nach dem pathologischen Masaoka-Stadium betrug 1011 Stadium I, 1019 II, 452 III, 183 IVA und 157 IVB (bei 54 unbekannt).
  • Nach dem pathologischen Stadium gemäß UICC TNM Version 7 waren es 2073 im Stadium I, 50 II, 365 IIIA, 39IIIB, 219 IVA und 62 IVB (64 unbekannt).
  • Das Endergebnis war bei 2385 Patienten lebend und bei 477 Patienten tot (bei 10 Patienten unbekannt).

Die Todesursache war bei 218 Patienten der Tumor und bei 248 Patienten eine andere Erkrankung (bei 11 Patienten unbekannt).

Die Überlebensrate wurde anhand der tumorspezifischen Überlebensrate berechnet, da fast die Hälfte der Todesursachen nicht auf einen Tumor zurückzuführen war:

  • Die 10-Jahres-Überlebensrate nach WHO-Typ betrug 99 % bei Typ A, 99 % bei AB, 93 % bei B1, 95 % bei B2, 87 % bei B3, 58 % bei NC und 63 % bei NEC.
  • Die 10-Jahres-Überlebensrate nach Masaoka-Stadium betrug 99 % Stadium I, 98 % II, 81 % III, 68 % IVA bzw. 49 % IVB.
  • Die 10-Jahres-Überlebensrate nach dem UICC-TNM-Stadium betrug 99 % Stadium I, 77 % II, 84 % IIIA, 66 % IIIB, 63 % IVA bzw. 49 % IVB.

Bei der multivariablen Analyse erwiesen sich der pathologische WHO-Typ, die Fernmetastasierung, die Knotenmetastasierung, die Tumorgröße, die Invasion in den Herzbeutel, die makroskopische Vollständigkeit der Resektion, die Assoziation mit Myasthenia gravis und die Assoziation mit PRCA als unabhängige prognostische Faktoren,

während Alter, Geschlecht, Pleurametastasierung Geschlecht, pleurale Metastasen, intraperikardiale Metastasen, Invasion in die Lunge, Invasion in die Thoraxwand, Invasion in die großen Gefäße, Invasion in den Nervus phrenicus und Assoziation mit dem Good-Syndrom keine unabhängigen Prognosefaktorenwaren.

Die aktualisierte JART-Datenbank bestätigt die Nützlichkeit sowohl des Masaoka-Stadiums als auch des TNM-basierten Stadiums. Die Tumorgröße erwies sich als unabhängiger prognostischer Faktor, und die Einbeziehung der Tumorgröße in den T-Faktor soll in der künftigen Version berücksichtigt werden.

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MA10.05 - High Levels of CD47 Expression in Thymic Epithelial Tumors

CD47-Expression in TETs häufiger als in normalem Thymusgewebe

Brandon Nguyen, Simon Chen, Yasodha Natkunam, et al.

Abstract Link

 

Der Tumormarker CD47 hemmt die Phagozytose und verschafft damit den Tumorzellen die Möglichkeit, der Immunüberwachung und -eliminierung zu entgehen. Die Anti-CD47-Therapie ist hat sich als vielversprechende neue Immuntherapie für zahlreiche Tumorarten erwiesen. Die Therapie wurde allerdings bei den seltenen Thymusepitheltumoren (TETs; Thymome und Thymuskarzinome) noch nicht erprobt. Sie sind aufgrund der hohen Rate an immunbedingten unerwünschten Wirkungen schwer zu behandeln, insbesondere mit PD-1/PD-L1-Checkpoint-Inhibitoren. In dieser Studie untersuchten die Autoren den Grad der CD47-Expression in TETs, um die Möglichkeit von Anti-CD47-Therapien zu erkunden.

Durchführung:

  • Es wurden insgesamt 67 Thymustumoren (64 Thymome und 3 Thymuskarzinome) und 14 gutartige Thymuskontrollen sowie deren klinische Daten einbezogen.
  • Proben mit durchschnittlich je 3 Bohrkernen wurden auf CD47-Expression angefärbt und sowohl nach Intensität als auch nach H-Score (Intensität multipliziert mit dem Prozentsatz des betroffenen Tumors) bewertet.
  • Die Intensität wurde wie folgt definiert: 0 = keine, 1 = schwach, 2 = mäßig und 3 = stark.
  • Die H-Scores reichten von 0 bis 300.
  • Proben mit einem Intensitätswert unter 2 oder einem H-Score unter 150 wurden als CD47-niedrig eingestuft, die übrigen als CD47-hoch.

Resultate:

  • Die CD47-Expression war in TETs häufiger vorhanden als in normalem Thymusgewebe (nach H-Score: 91 % gegenüber 64,3 %; nach Intensität: 82,1 % gegenüber 57,1 %).
  • Die Expression war bei TETs im Durchschnitt 16-mal höher (mittlerer H-Score 75,0 vs. 4,6, p = 0,003; mittlerer Intensitäts-Score 1,4 vs. 0,6, p = 0,004).
  • Univariate Analysen zeigten, dass bei den Tumoren eine höhere CD47-Expression mit einem niedrigeren Stadium (p = 0,032) und einer vollständigeren Resektion (p = 0,058) korreliert war.
  • Eine multivariate Analyse unter Berücksichtigung dieser Faktoren zeigte, dass die CD47-Expression sowohl nach H-Score als auch nach Intensität jeweils hoch mit dem histologischen Subtyp der WHO (p = 0,0005 bzw. p = 0,0017) und paraneoplastischen Syndromen (p = 0,0014) korreliert war.
  • Tumoren mit hohem CD47-Gehalt waren im Vergleich zu Tumoren mit niedrigem CD47-Gehalt häufiger mit einem WHO-Subtyp niedrigeren Grades und dem Fehlen eines paraneoplastischen Syndroms verbunden (12,0 % gegenüber 52,4 %).
  • Der häufigste Subtyp bei CD47high war AB (61,5 % gegenüber 13,7 %)
  • der am wenigsten häufige war B2 (0 % gegenüber 37,3 %).
  • Tumoren mit dem höchsten Grad (Subtyp C, Thymuskarzinome) wiesen ausschließlich eine niedrige CD47-Expression auf.
  • Die CD47-Expression korrelierte nicht mit dem Gesamtüberleben.

Tumorproben mit relativ hoher CD47-Expression waren mit einer weniger aggressiven Histologie und einem weniger aggressiven Stadium sowie mit einer geringeren Häufigkeit paraneoplastischer Syndrome verbunden. Diese Studie unterstützt die laufende Untersuchung der Anti-CD47-Makrophagen-Checkpoint-Inhibitor-Therapie bei diesen Tumoren.

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MA10.07 - Phase II Trial of Sunitinib in Patients with Type B3 Thymoma or Thymic Carcinoma in Second and Further Lines - STYLE Trial (NCT03449173)

Bestätigte Wirksamkeit von Sunitinib beim Thymuskarzinom

Giulia Galli, Sara Manglaviti, Giuseppe Lo Russo,, et al.

Abstract Link

 

Thymuskarzinome sind seltene Tumoren mit wenigen therapeutischen Möglichkeiten, wie beispielsweise Substanzen gegen VEGF, KIT oder PDGF, einschließlich Sunitinib, die bei Thymusepitheltumoren wirksam sein können. Hier berichten die Autoren über die Ergebnisse ihrer klinischen multizentrischen Phase-II-Studie an 5 italienische Zentren zur Bewertung der Aktivität und Sicherheit von Sunitinib bei Patienten mit fortgeschrittenen oder rezidivierenden Thymomen (T) vom Typ B3 oder Thymuskarzinomen (TC).

Eingeschlossen wurden Patienten mit fortgeschrittenem Typ B3 T oder TC, nach mindestens einer vorherigen platinbasierten Chemotherapie.

Kohorten und Therapieschema:

  • Die Patienten wurden in zwei Kohorten (T- oder TC-Histologie) aufgenommen und getrennt nach dem zweistufigen Simon-Design analysiert (H0: p < 5%, H1: p > 25%, alpha=5% einseitig, Power=85%, Stufe 1: 12 Patienten, Stufe 2: 23 Patienten).
  • Sunitinib wurde 4 Wochen lang täglich in einer Dosis von 50 mg verabreicht, gefolgt von einer 2-wöchigen Pause, bis die Krankheit fortschreitet oder eine inakzeptable Toxizität auftritt.

Baseline:

  • Von März 2017 bis Januar 2022 wurden 12 Patienten in die T-Kohorte und 32 Patienten in die TC-Kohorte eingeschlossen.
  • Das mediane (m) Alter betrug 53,8 Jahre (Q1-Q3: 45,4-61,6), 70,5% waren männlich.
  • Drei T-Patienten hatten Myasthenia gravis.
  • Zweiunddreißig Patienten (80 %) hatten ein Krankheitsstadium IVB,
  • das ECOG-PS war bei 32 (74,4 %) 0 und bei 10 (23,3 %) 1.
  • Die häufigsten Metastasierungsorte waren Lymphknoten (54,5%), Pleura (50%), Leber (47,7%) und Lunge (45,5%).

Behandlungsergebnisse:

  • Im Stadium 1 wurde eine ORR von 0% (90% CI 0,0%-22,1%) bei T und 16,7% (90% CI 3,1%-43,8%) bei TC beobachtet, wobei 2 TC-Patienten ein teilweises Ansprechen (PR) erreichten.
  • Aufgrund dieser Ergebnisse wurde die Rekrutierung nur in der TC-Kohorte fortgesetzt.
  • Bei der abschließenden Analyse von 23 TC-Patienten betrug die ORR 21,7 % (90 % KI 9,0 %-40,4 %), wobei 1 komplettes Ansprechen (CR) und 4 PR erreicht wurden.
  • In der Intention-to-treat-Analyse bei 12 T- und 32 TC-Patienten betrug die mediane Nachbeobachtungszeit 55,5 bzw. 29,8 Monate.
  • Die DCR betrug 91,7 % (95 % CI 61,5 %-99,8 %) bei T und 89,3 % (95 % CI 71,8 %-97,7 %) bei TC.
  • Das mPFS betrug 7,7 Monate (95 % CI 2,4-45,5) bei T und 8,9 Monate (95 % CI 5,3-11,1) bei TC,
  • das mOS betrug 47,9 Monate (95 % CI 4,5-NR) bei T und 27,8 Monate (95 % CI 13,2-53,2) bei TC.

Verträglichkeit:

  • Es traten bei 18 (40,9 %) Patienten mindestens eine behandlungsbedingte G3-G4-Nebenwirkung auf,
  • 4 (9,1 %) Patienten brachen Sunitinib wegen einer Nebenwirkung ab.

Die Studie bestätigt die Wirksamkeit von Sunitinib beim Thymuskarzinom. In Anbetracht der Seltenheit dieser Pathologie erachten die Studienautoren Sunitinib als eine valide therapeutische Option für TC-Patienten, die auf eine Standard-Chemotherapie nicht mehr ansprechen. In der T-Kohorte wurde kein Ansprechen beobachtet. Allerdings war die DCR-Rate hoch, was für die Autoren auf eine mögliche Rolle von Sunitinib bei der Behandlung von B3-Thymomen hindeutet. Laut den Autoren sollten weitere Studien durchgeführt werden, um die Rolle von Sunitinib bei B3-Thymomen besser zu klären und Patienten, die darauf ansprechen, besser zu identifizieren.

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MA10.08 - Activated Pathways of Myastenia Gravis in Thymic Epithelial (TETs)

Neue Bestätigung der MG-Aktivierungswege bei TETs

Bastien JOB, Vincent Thomas de Montpréville, Ludovic LACROIX, et al.

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Bei den TETs - seltene bösartige Erkrankungen des vorderen Mediastinums - variiert das klinische Verhalten vom leichten Thymom (T) A bis zum aggressiven Thymuskarzinom (TC). Knapp ein Drittel der Betroffenen entwickeln begleitende Autoimmunstörungen (AIDs), v. A. Myasthenia gravis (MG). Die Biologie der TETs und ihr Zusammenhang mit der Entwicklung von AIDs ist nur unzureichend bekannt. Ziel der Studienautoren war es, die wichtigsten Krebsaktivierungswege der MG bei TETs zu charakterisieren. Sie wählten einen repräsentativen, ausgewogenen Satz von Ts und TCs aus, um 24 Hauptkrebsaktivierungswege anhand der Genexpression durch das HTG Onkologie-Biomarker-Panel (2562 Gene) und das HTG Autoimmun-Biomarker-Panel (2003 Gene) zu analysieren.

Sie fanden, dass TET mit MG unterdrückte Invasions- und Metastasierungswege haben, aber sie fanden keine AIDs-spezifischen Aktivierungswege. Ihre Analyse zeigt eine neue Bestätigung der MG-Aktivierungswege bei TETs.

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MA10.09 - Outcomes of Induction Therapy Followed by Surgical Resection for Advanced Thymic Tumor

Fortgeschrittenes TET mit in relativ günstigem OS nach Induktionstherapie und anschließender Operation

Dong Woog Yoon, Hong Kwan Kim

Abstract Link

 

Ziel dieser Studie ist es, die Ergebnisse der Induktionstherapie mit anschließender chirurgischer Resektion bei fortgeschrittenem Thymusepitheltumor (TET) Stadium III/IV zu untersuchen. Dafür wurden siebzig Patienten identifiziert und retrospektiv untersucht.

  • Histologie: bei 42 (60 %) Thymuskarzinom, bei 28 (40 %) Thymom.
  • klinisches Staging: IIIA/IIIB/IVA/IVB=17/8/26/19
  • pathologisches Staging: I/II/IIIA/IIIB/IVA/IVB=5/1/21/6/21/16.
  • nodale Metastasierung: 16 Patienten (22,9%), wobei das Thymuskarzinom signifikant mit einer nodalen Metastasierung assoziiert war (OR=6,5, 95% CI=1,35-31,39).
  • vollständige Resektion: 39 Patienten (55,7 %), wobei die Wahrscheinlichkeit einer R0-Resektion bei Patienten im pathologischen Stadium I-III höher war als bei Patienten im Stadium IV (81,8 vs. 32,4 %, p<0,001).

medianer FU: 37,0 Monate:

  • 5-Jahres-OS und PFS:  62,6 % bzw. 39,5 %.
  • Patienten mit vollständiger Resektion: signifikant besseres OS und PFS versus unvollständige Resektion (OS= 86,4% vs. 52,5%, p=0,004; PFS=56,6% vs. 19,6%, p<0,001).
  • 5-Jahres-OS nach nodaler Metastasierung: 34,1 vs. 87,4 % (p<0,001), PFS 12,5 % vs. 86,8 % (p=0,002).
  • In der multivariaten Analyse war die Nodalmetastasierung ein unabhängiger prognostischer Faktor für das OS (bereinigte HR=5,91, 95% CI=1,84-19,0) und das PFS (bereinigte HR=2,37, 95% CI=1,08-5,22),
  • während die R0-Resektion nur für das PFS eine prognostische Bedeutung hatte (bereinigte HR=4,39 (95% CI=1,94-9,95).
Patienten mit fortgeschrittener TET zeigten ein relativ günstiges Langzeitüberleben nach Induktionstherapie und anschließender Operation. Die Vollständigkeit der Resektion und die Nodalmetastasierung waren signifikante prognostische Faktoren.
 
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