Hodgkin lymphoma - Clinical

Presentation during EHA2022: All Oral presentations will be presented between Friday, June 10, and Sunday, June 12 and will be accessible for on-demand viewing from Monday, June 20 until Monday, August 15, 2022, on the Congress platform.

Abstract titles and summaries were obtained from the EHA website http://www.ehaweb.org, abstracts were translated, edited, and summarized in German.

  • IMPROVED OVERALL SIMPROVED OVERALL SURVIVAL WITH FIRST-LINE BRENTUXIMAB VEDOTIN PLUS CHEMOTHERAPY IN PATIENTS WITH STAGE III/IV CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA, 6-YEAR ANALYSIS OF ECHELON-1
  • CAMIDANLUMAB TESIRINE, UPDATED EFFICACY AND SAFETY IN AN OPEN-LABEL, MULTICENTER, PHASE 2 STUDY OF PATIENTS WITH RELAPSED OR REFRACTORY CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA (R/R CHL)
  • CHILDBEARING AMONG CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA SURVIVORS TREATED WITH BEACOPP AND ABVD IN SWEDEN, DENMARK, AND NORWAY
  • ABSCOPAL EFFECT OF RADIOTHERAPY AND NIVOLUMAB IN RELAPSED OR REFRACTORY HODGKIN LYMPHOMA, PRE-PLANNED INTERIM ANALYSIS OF THE INTERNATIONAL GHSG PHASE II AERN TRIAL
  • PEMBROLIZUMAB IN CHILDREN AND YOUNG ADULTS WITH NEWLY DIAGNOSED CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA WITH SLOW EARLY RESPONSE TO FRONTLINE CHEMOTHERAPY, THE PHASE 2, OPEN-LABEL, KEYNOTE-667 STUDY

IMPROVED OVERALL SIMPROVED OVERALL SURVIVAL WITH FIRST-LINE BRENTUXIMAB VEDOTIN PLUS CHEMOTHERAPY IN PATIENTS WITH STAGE III/IV CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA, 6-YEAR ANALYSIS OF ECHELON-1

Hutchings M., et al. Jun 10, 2022; 357064; S200

Daten unterstützen A+AVD als bevorzugte Option für zuvor unbehandeltes cHL III und IV

 

Fünf-Jahres-Daten aus der randomisierten Phase-3-Studie ECHELON-1 (NCT01712490) unterstützten das langfristige progressionsfreie Überleben (PFS) mit Brentuximab Vedotin, Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (A+AVD) versus  Doxorubicin, Bleomycin, Vinblastin und Dacarbazin (ABVD), beim zuvor unbehandeltem cHL im Stadium III/IV, unabhängig vom zwischenzeitlichen PET-Status. (Straus et al., Lancet Haematol 2021).

Hier berichten die Autoren über die vorab festgelegte OS-Analyse von ECHELON-1 sowie relevante Langzeitsicherheitsdaten nach etwa 6 Jahren Nachbeobachtung.

Die Patienten wurden 1:1 randomisiert und erhielten alle 28 Tage bis zu 6 Zyklen A+AVD (n=664) oder ABVD (n=670) an Tag 1 und 15.

Behandlungsergebnisse:

  • Insgesamt 39 OS-Ereignisse im A+AVD-Arm und 64 im ABVD-Arm bei einem medianen FU von 73 Monaten, was A+AVD signifikant begünstigte (Hazard Ratio [HR] 0,590; 95 % KI 0,396–0,879; p=0,009).
  • konsistenter OS-Vorteil für A+AVD versus ABVD in vordefinierten Untergruppen, einschließlich:
  • - Stadium III (HR: 0,863; 95 % KI 0,452–1,648) bei der Diagnose
  • - Stadium IV der Erkrankung (HR: 0,478; 95 % KI 0,286–0,799) bei der Diagnose,
  • - Zyklus 2 PET-negativ (HR: 0,583; 95 %-KI 0,338–0,856)
  • - PET2-positiv (HR: 0,163; 95 %-KI 0,037–0,717),
  • Patienten: <60 Jahren (HR: 0,509; 95 % KI 0,291–0,890),
  • Patienten: ≥ 60 Jahren (HR: 0,829; 95 % KI 0,469–1,466)
  • 6-Jahres-PFS-Schätzung: 82,3 % (79,1–85,0) vs. 74,5 % (70,8–77,7) mit A+AVD vs. ABVD (HR: 0,678; 95 %-KI: 0,532–0,863).

Verträglichkeit:

  • Das langfristige Sicherheitsprofil von A+AVD mit ABVD vergleichbar.
  • Sowohl in der A+AVD- als auch in der ABVD-Gruppe bildete sich die behandlungsbedingte periphere Neuropathie weiter zurück oder besserte sich,
  • 86 % (379/443) und 87 % (249/286) der Fälle in den A+AVD- und ABVD-Armen vollständig abgeklungen (72 % vs. 79 %) oder verbessert (14 % vs. 8 %).
  • 23 sekundäre Malignome im A+AVD-Arm und 32 im ABVD-Arm gemeldet.
  • Schwangerschaften und Lebendgeburten bei einer größeren Anzahl weiblicher Patientinnen in der A+AVD-Gruppe versus ABVD-Gruppe (49 vs. 28 bzw. 42 vs. 19),
  • keine Totgeburten.
  • keine neuen Sicherheitssignale.

Das Sterberisikos sank statistisch signifikant um 41 % bei A+AVD vs. ABVD, mit einem konsistenten OS-Vorteil in allen vordefinierten Untergruppen bei einem langfristig handhabbaren Sicherheitsprofil ohne neue Signale. Diese Daten unterstützen laut den Autoren  A+AVD als bevorzugte Option für zuvor unbehandeltes cHL im Stadium III und IV.

CAMIDANLUMAB TESIRINE, UPDATED EFFICACY AND SAFETY IN AN OPEN-LABEL, MULTICENTER, PHASE 2 STUDY OF PATIENTS WITH RELAPSED OR REFRACTORY CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA (R/R CHL)

Carlo-Stella C., et al. Jun 10, 2022; 357065; S201

Camidanlumab-Tesirin beim R/R cHL: ORR 70,1 %, CR: 33,3 %,  mediane DOR 13,7 Monate medianes PFS 9,1 Monate.

 

Die Autoren präsentieren aktualisierte Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aus einer Phase-2-Studie zur Camidanlumab-Tesirin (Cami), einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, in der Monotherapie beim R/R cHL (NCT04052997).

Eingeschlossen waren Patienten mit R/R cHL und ≥ 3 vorherigen systemischen Therapien, einschließlich Brentuximab Vedotin (BV) und Anti-PD-1 (≥ 2 Therapien, wenn eine hämatopoetische Zelltransplantation [HCT] nicht in Frage kam). Zwischendaten wurden berichtet (Herrera et al. 2020, Zinzani et al. 2021).

Die Patienten erhielten Cami 45 µg/kg (30-minütige Infusion) an Tag 1 jedes 3-wöchigen Zyklus (2 Zyklen), dann 30 µg/kg (nachfolgende Zyklen) für bis zu 1 Jahr.

  • medianes Alter (Bereich): 37 Jahre (19–87),
  • 62 % männlich,
  • 95 % ECOG-Score von 0–1.
  • Median von 6 (3–19) Vortherapien
  • Median von 5,0 (1–15) Cami-Zyklen erhalten.
  • Vierzehn Patienten (12,0 %) zogen sich zurück, um sich einer HCT zu unterziehen (von denen 12 [10,3 %] HCT erhielten und zensiert wurden).

Behandlungsergebnisse in der Gesamtpopulation (N = 117):

  • ORR: 70,1 % (82/117; 95 %-KI: 60,9–78,2),
  • vollständige Remission (CR): 33,3 % (39/117) (vgl. Abb. 1A im Abstract).
  • medianes FU: 10,7 (1,2–25,2+) Monate,
  • mediane (95 %-KI) DOR 13,7 ms (7,4–14,7) für alle Responder,
  • CR: 14,5 (7,4 – nicht erreicht, NR) Monate
  • PR: 7,9 (3,8-NR) Monate (vgl. Abb. 1B im Abstract).
  • medianes (95 % KI) PFS: 9,1 (5,1–15,0) Monate.

Verträglichkeit:

  • Behandlungsbedingte UEs aller Grade (TEAEs) bei ≥ 25 % von 117 Patienten:
  • Müdigkeit (45, 38,5 %), makulopapulöser Ausschlag (MR, 38, 32,5 %), Fieber (35, 29,9 %), Übelkeit (32, 27,4 %) und Hautausschlag (31, 26,5 %).
  • Grad ≥ 3 TEAEs bei ≥ 5 % der Patienten:
  • Thrombozytopenie (11, 9,4 %), Anämie (10, 8,5 %), Hypophosphatämie (9, 7,7 %), Neutropenie (9, 7,7 %), MI (8, 6,8 %), Lymphopenie (6, 5,1 %).
  • TEAEs, die zu einer Verzögerung/Reduktion oder einem Absetzen der Cami-Dosis führten: 66 (56,4 %) bzw. 32 (27,4 %).
  • PBD-assoziierte TEAEs: Haut-/Nagelreaktionen (jeder Grad, 87, 74,4 %; Grad ≥ 3, 24, 20,5 %), hepatobiliäre Testanomalien (jeder Grad, 34, 29,1 %; Grad ≥ 3, 8, 6,8 %). und Ödem/Erguss (jeder Grad, 20, 17,1 %; Grad ≥ 3, 0).
  • Immunvermittelte TEAEs (IR): 38 (32,5 %) Patienten.
  • Grad ≥ 3 IR UEs (TEAEs und Nicht-TEAEs; 10, 8,5 %):
  • diabetische Ketoazidose/Typ-1-Diabetes (2, 1,7 %); arzneimittelinduzierte Leberschädigung (2, 1,7 %); tubulointerstitielle Nephritis (2, 1,7 %); und aplastische Anämie, autoimmune hämolytische Anämie oder Hepatitis und lichenoide Keratose (jeweils 1, 0,9 %).
  • Guillain-Barré-Syndrom (GBS)/Polyradikulopathie: 8 (6,8 %) Patienten (Grad 2, n=2; Grad 3, n=3; Grad 4, n=3).
  • Bei 4 Patienten Beginn nach 2 Cami-Zyklen (Bereich: 2–7), mediane Dauer: 115 Tage (43–523). Bei Datenschnitt hatten sich 4 Fälle erholt und 4 nicht erholt.

Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 10,7 Monaten zeigte Cami eine ORR von 70,1 % (CR: 33,3 %) mit einer ermutigenden medianen DOR von 13,7 Monaten und einem medianen PFS von 9,1 Mon. Die Sicherheit ist laut den Autoren vergleichbar mit früheren Erkenntnissen, einschließlich ähnlicher Inzidenzraten von GBS/Polyradikulopathie.

CHILDBEARING AMONG CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA SURVIVORS TREATED WITH BEACOPP AND ABVD IN SWEDEN, DENMARK, AND NORWAY

Philipp Entrop J., et al. Jun 10, 2022; 357066; S202

BEACOPP führt zu verringerten Geburtenraten bei männlichen, aber nicht bei weiblichen HL-Patienten

 

Zur Verbesserung des Verständnisses der Unterschiede in den Geburtsmustern bei männlichen und weiblichen HL-Überlebenden, die mit ABVD und BEACOPP behandelt wurden, analysierten die Autoren bevölkerungsbezogene Registerdaten aus Schweden, Dänemark und Norwegen.

Im Rahmen der Kohortenstudie wurden 2.937 Personen im Alter von 18 bis 40 Jahren mit einer zwischen 1995 und erfassten cHL-Diagnose erfasst. Informationen zur Erstlinien-Chemotherapie waren in den Registern verfügbar. Die Behandlungsschemata wurden als ABVD, 6-8 BEACOPP oder andere klassifiziert.

Zusammenfassend wurden

  • 75 % der HL-Patienten mit ABVD
  • 10,8 % mit 6-8 BEACOPP behandelt.

Weitere 14,2 % erhielten andere Behandlungen oder hatten fehlende Behandlungsinformationen und wurden von weiteren Analysen ausgeschlossen.

Die Rate der ersten Geburt pro 1.000 Personenjahre für Männer und Frauen

  • betrug 45,5 bzw. 50,0 in der ABVD-Gruppe
  • 23,8 und 43,5 in der 6-8 BEACOPP-Gruppe.

Die angepasste HR der ersten Geburt für Männer und Frauen, die mit

  • 6-8 BEACOPP: 0,54 (95 % KI 0,37-0,79).
  • ABVD: 0,92 (95 % KI 0,61-1,39).

Die Behandlung mit BEACOPP ist laut den Studienautoren mit einer verringerten Geburtenrate bei männlichen, aber nicht bei weiblichen HL-Patienten verbunden. Sie empfehlen für diese Gruppe eine Unfruchtbarkeitsberatung.

ABSCOPAL EFFECT OF RADIOTHERAPY AND NIVOLUMAB IN RELAPSED OR REFRACTORY HODGKIN LYMPHOMA, PRE-PLANNED INTERIM ANALYSIS OF THE INTERNATIONAL GHSG PHASE II AERN TRIAL

Bröckelmann P., et al. Jun 10, 2022; 357067; S203

Innovativen Behandlungsstrategie mit Potenzial: Nivolumab mit ORR 56 %, ein 1-Jahres-PFS 42,3 % beim r/r HL mit fehlgeschlagener Anti-PD1-Behandlung

 

Anti-PD1 und lokalisierte Strahlentherapie (RT) könnten laut den Studienautoren evtl. synergistisch wirken, um einen systemischen Anti-Lymphom-Effekt zu induzieren, der zu einer entfernten und systemischen („abskopalen“) Reaktion außerhalb des RT-Felds führt.

Die Studienautoren untersuchten in einer formellen Proof-of-Concept-Studie die Sicherheit und Wirksamkeit von Nivolumab und RT bei r/r HL mit fehlgeschlagener Anti-PD1-Behandlung in der laufenden internationalen, von Prüfärzten gesponserten zweistufigen Phase-II-Studie AERN (NCT03480334).

Weitere Voraussetzungen und Therapieschema

  • Bei der Aufnahme musste entweder eine fortschreitende Erkrankung (PD) oder eine stabile Erkrankung (SD) > 6 Monate als bestes Ansprechen gezeigt werden.
  • Das Vorhandensein von zwei unterschiedlichen FDG-aviden Läsionen, von denen eine für eine lokalisierte 20-Gy-RT geeignet ist und die andere > 5 cm voneinander entfernt ist und außerhalb der vorgeschriebenen 95-%-Isodose zur Messung einer abskopalen Reaktion liegt, musste vom GHSG-Referenzpanel bestätigt werden.
  • Nach der Aufnahme erhielten die Patienten 240 mg Nivolumab 2-wöchentlich und 20 Gy RT in 2-Gy-Fraktionen. Sie wurde am Tag 6 nach der ersten Infusion in der Studie gestartet.
  • Die Behandlung wurde bis zum Auftreten von PD oder inakzeptabler Toxizität oder für maximal 1,5 Jahre fortgesetzt.

Behandlungsergebnisse

  • Von 11 Patienten, die in Phase I der Studie aufgenommen wurden, haben zwei vorzeitig die Studienteilnahme abgebrochene (Screening-Versagen, Widerruf der Einverständniserklärung)
  • neun Patienten mit einem Durchschnittsalter von 34 (Bereich 25–82) Jahren für Phase I auswertbar.
  • Alle Patienten im Stadium III/IV; Median 4 (3-15) Vorbehandlungen.
  • Alle Patienten zuvor mit Anti-PD1-Antikörper (100 %); Mehrheit zusätzlich Brentuximab Vedotin (89 %) und Hochdosis-Chemotherapie plus ASCT (56 %).
  • Die Studienbehandlung wurde gut vertragen.
  • häufigste berichteten Grad 1/2-Toxizitäten betrafen die Haut (55 %),
  • ein Fall von Grad 3-Magen-Darm- Toxizität, kein Grad 4/5-Toxizitäten.
  • Die Patienten erhielten im Median 19 (7-36) Nivolumab-Infusionen mit einer medianen Behandlungsdauer von 9 (3-18) Monaten.
  • Bei der ersten Zwischenauswertung zeigten fünf Patienten ein abskopales Ansprechen (ARR 56 %, 95 % KI 16,9–74,9 %) gemäß zentraler Ansprechbewertung und 56 % erreichten eine PR (ORR 56 %).
  • Bei den meisten Patienten kam es beim ersten Interim-Restaging zu einer Verringerung der Krankheitslast mit einer mittleren SPD-Abnahme von -36,3 % (0 bis -81,2 %).
  • Vier von fünf Patienten, die die Behandlung abbrachen, erlitten beim letzten Restaging eine PD.
  • Bei einer medianen Beobachtungszeit von 15,5 Monaten betrug das 1-Jahres-PFS 42,3 % und alle Patienten waren zum Zeitpunkt des Datenschnitts am Leben.

Die Behandlung mit Nivolumab und 20 Gy RT bei einer einzelnen Läsion wurde laut den Studienautoren gut vertragen und führte bei der Mehrheit der Patienten (56 %) zu einem abskopalen Ansprechen. Eine ORR von 56 % und ein 1-Jahres-PFS von 42,3 % unterstreichen das Potenzial dieser innovativen Behandlungsstrategie.

PEMBROLIZUMAB IN CHILDREN AND YOUNG ADULTS WITH NEWLY DIAGNOSED CLASSICAL HODGKIN LYMPHOMA WITH SLOW EARLY RESPONSE TO FRONTLINE CHEMOTHERAPY, THE PHASE 2, OPEN-LABEL, KEYNOTE-667 STUDY

Vinti L., et al. Jun 10, 2022; 357068; S204

68 % der Patienten zeigten ein PET-negatives Ansprechen

 

Die offene Phase-2-Studie KEYNOTE-667 (NCT03407144) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Pembrolizumab (Pembro) plus CT beim cHL und SER. Die Autoren präsentieren die Ergebnisse einer Zwischenanalyse der Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit Hochrisiko-cHL (Gruppe 2), die SER waren.

Therapieschemata:

  • In Gruppe 2 wurden geeignete Patienten im Alter von 3–17 (Kinder) oder 18–25 Jahren (junge Erwachsene) mit neu diagnostiziertem cHL im Stadium IIEB, IIIEA, IIIEB, IIIB, IVA oder IVB aufgenommen, um eine Induktion mit Vincristin, Etoposid, Prednison/Prednisolon, Doxorubicin (OEPA) für 2 Zyklen.

Die Beurteilung des Ansprechens Induktions- (früh) und Konsolidierungs- (später) Therapie erfolgte mittels PET/MRT/CT:

  • Nach der Induktionsbehandlung erhielten Patienten mit Rapid Early Response (RER) eine Nichtstudientherapie
  • Patienten mit SER erhielten eine Konsolidierung mit 4 Zyklen Cyclophosphamid, Vincristin, Prednison/Prednisolon, Dacarbazin (COPDAC-28) plus Pembro 2 mg/kg bis zu 200 mg IV Q3W (3-17 Jahre) oder 200 mg IV Q3W (18-25 Jahre).
  • Nach der Konsolidierungstherapie erhielten Patienten mit PET-Positivität (Deauville-Score 4–5) eine modifizierte RT der betroffenen Stelle für späte PET-positive Residuen;
  • RT wurde bei Patienten mit PET-Negativität weggelassen.
  • Alle Patienten mit SER erhielten Pembro Q3W als Erhaltungstherapie mit insgesamt 17 Dosen.

Therapieergebnisse:

  • Bei Datenschnitt betrug die mediane Nachbeobachtungszeit (Bereich) 9,6 Monate (2,5–21,2). Insgesamt wurden 30 Patienten mit Hochrisiko-cHL mit SER eingeschlossen.
  • medianes Alter: 15 Jahre (6–19),
  • 13 (43 %) mit massiver Erkrankung,
  • 19 (63 %) mit Ann-Arbor-Krankheit Stadium IV.
  • Insgesamt 6 (20 %) der Patienten hatten die Behandlung abgeschlossen
  • 24 (80 %) waren noch in Behandlung, mit einer medianen Behandlungsdauer von 3,3 Monaten (Bereich: 0–11,8).
  • Von 30 Patienten hatten 25 (83 %) eine späte Response-Beurteilung, von denen 17 (68 %) im BICR PET-negativ waren; 18 (72 %) PET-negativ vom Prüfarzt.

Verträglichkeit:

  • UE aller Ursachen bei 23 (77 %) Patienten, wobei 14 (47 %) ein behandlungsbedingtes UE hatten.
  • UE ≥ 3. Grades bei 6 (20 %) Patienten, wobei 3 (10 %) ein SUE hatten.
  • Behandlungsbedingte Nebenwirkungen Grad ≥ 3 bei 2 (7 %) Patienten.
  • Ein Patient (3 %) hatte eine immunvermittelte UE Grad 2 ( Hypothyreose).

Bei pädiatrischen Patienten mit Hochrisiko-cHL und SER zur Standard-OEPA-Induktion wurde Pembro in Kombination mit einer COPDAC 28-Konsolidierungstherapie laut den Studienautoren gut vertragen.  Die Therapie führte dazu, dass 68 % der Patienten am Ende der Chemotherapie ein PET-negatives Ansprechen zeigten und von einer eine RT verschont blieben. Diese frühen Daten deuten darauf für die Autoren darauf hin, dass die Zugabe von Pembro möglicherweise die Fähigkeit haben könnte, das Ansprechen in dieser Untergruppe von Patienten mit hohem Risiko zu verstärken.

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